Ausrüstung November

Ahoj Sněžka, mit der richtigen Ausrüstung ins Riesengebirge – Teil 1

Die kühle Luft des Novembers pfeift mir durch die Maschen meiner Mütze. Ich denke an Tschechien und überlege..! Der Ausflug im Spätherbst könnte rau und nass werden. Die perfekte Gelegenheit um mal die Ausrüstung wind – und wetterfit zu machen.

Caro im Nebel

Ich kann es kaum fassen, nur noch knappe 2 Wochen dann geht es endlich in den Nordosten Tschechiens, ins Riesengebirge. Leuchtend strahlen mich meine bunten Lieblingsfähnchen auf der Wanderkarte an. Ich kann es nicht lassen, immer wieder fahre ich mit dem Finger über die Wanderpfade und spaziere gedankenvertieft durch die 50 Touren des Wanderführers. Die Vorbereitung für die grobe Orientierung im Riesengebirge liegt hinter uns und wir sind wahnsinnig gespannt was so Tschechien bieten kann. Egal ob die Wanderung durchs Mummeltal, eine Rast am Pantschefall über dem Elbgrund oder der Aufstieg zur Schneekoppe, so viele Möglichkeiten dem  November etwas Farbe ins Gesicht zu tuschen.

Herbst

Wir sehnen uns nach Freiheit, absoluter Zeitlosigkeit und wollen mal raus aus dem Alltagszahnrad. Deshalb fiel uns die Entscheidung dieses mal leicht. Einfach drauf los wandern, ohne viel „Rumgemere“ und frei von festgelegten Routen oder Unterkünften. Mit Hilfe von Karte und Wanderführer wollen wir innerhalb der 5 Tage mal den Geschmack von Freiheit für Wanderfüße kosten und schließlich alle unsere Erfahrungen mit dir teilen. Wo uns die Reise entlang führt, werden wir dir also an dieser Stelle leider noch nicht verraten können.

Wusstest du schon? Das Riesengebirge ist ein Wanderparadies mit einem hervorragend ausgebauten Wegenetz und vielen Unterkünften. Missfällt dir die Unterkunft, erlaubt dir die Entfernung von nur ca. 2 km zur nächsten Baude, spontan zu entscheiden. Die Mehrtagestour kann also starten, auch in der Hochsaison. Möchtest du eine bestimmte Unterkunft, lohnt sich natürlich wie überall die Vorreservierung.

Der November wird kalt – also was noch besorgen?

Ausrüstung

Um uns in den Kampf mit dem Wind und dem Wetter zu werfen, hat unsere Ausrüstung eigentlich noch viel zu viele Lücken. Zeit also diese zu stopfen. Die letzten Tage haben wir uns gern mal in die kühle Morgenluft gestürzt, dabei überlegt und getestet an was es uns eigentlich noch fehlt.

Geht es dir auch so? Mit Waldboden unter den Füßen und kühlem Nebel um dich herum, lässt es sich irgendwie viel besser denken. Wir nutzen den Morgen gern um den Kopf zu entlüften. Ein prima Ventil diese Natur.

Schöne Bilder in hoher Höhe

Die Schneekoppe ist mit ihren 1602 Metern Höhe unser bis jetzt höchster Anstieg auf eine Spitze. Natürlich wollen wir diesen Moment in möglichst hautnaher Erinnerung behalten. Nicht nur die Bergspitze, sondern auch der Aufstieg versprechen phänomenale Aussichten. Neben dem Gipfel lockt das Riesengebirge mit tosenden Wasserfällen und idyllischen Seen, mit gewaltigen Felsmassiven und einer unendlichen Weite. Und diese Schönheit heißt es in perfekter Qualität festzuhalten.

GoPro

Passend zum Release der GoPro Hero 5 im Oktober musste bei uns eine Kamera her. Das Startevent mit der Vorstellung der neuen GoPro, der Drohne und dem Stabilisator haute uns komplett um. Und 5 Tage später, stand sie auf unserem Tisch. Ausgelegt auf Adventure, begleitet sie uns seit dem ständig in und um Leipzig herum.

Ein Testbericht zur GoPro Hero 5 und ihren Möglichkeiten liefern wir dir hier in Kürze. Bis dahin etwas Geduld oder überzeug dich selbst.

Spontan aber wie?

Mal ehrlich, einfach los zu ziehen ohne zu wissen wo man schläft, ist im Sommer mit Zelt eine coole Sache. Im herbstlichen Novemberwinter jedoch etwas fraglich, zumal das Zelt auch noch eine Lücke in unserem Outdoor-Baukasten ist.

Der Wanderführer verrät dir, dass es sogenannte Bauden (Unterkünfte) in Hülle und Fülle gibt. Um uns vor zeitraubenden Überraschungen allerdings zu schützen, musste eine Lösung her. Denn mal ganz offen gesagt, bei stundenlangem Regen und nebeliger Sicht kann die Stimmung schon mal kippen. Und davor wollen wir gewappnet sein.

Viele Unterkünfte haben oft noch einen Bereich, wo du als unangekündigter Gast und voller Bettenbelegung, doch noch ein Plätzchen zum Schlafen bekommst. Ich nenne es gern den Zeltplatz im Haus. Es handelt sich um sogenannte Hüttenschlafsackplätze oder Notunterkünfte. Den Platz und Raum teilst du dir hier mit anderen Gästen meistens auf einer langen Liegewiese oder in Hochbetten. Für uns eine denkbare Variante, um dafür mehr Wanderfreiheit vor Ort zu bekommen.

Schlafsack

Der Hüttenschlafsack muss also her! Dass Chris sich als Mann dabei für das „normale“, dünnere Exemplar entschieden hat, war eigentlich klar. Da er weniger friert, brauchte das Modell nach seiner Einschätzung nicht sehr dick sein. Da ich selbst etwas kälteempfindlicher bin, muss mein Schlafsack auf jeden Fall dicker sein. Daunen sind mir für die Hütte zu teuer, weshalb ich mich für einen normalen Campingschlafsack mit Kordel und Innentasche entschieden habe.

Chris Schlafsack : mivall

720 gramm, L 220 cm

Komfortbereich : + 15 °C

Übergangsbereich : + 11 °C

Extrembereich : 0 °C

Caro´s Schlafsack : The Body Source

1500g, L 210 cm

Komfortbereich : + 10 °C

Übergangsbereich : 0 °C

Extrembereich : – 10 °C

Was Warmes für die Kälte

Nein, kein zusätzliches Paar Wollsocken oder Unterhosen, die Küche für unterwegs muss ran. Um der Kälte zu trotzen, bietet es sich an, über einen Kocher und etwas Geschirr für eine warme Mahlzeit oder den Tee unterwegs nachzudenken. Auf der Tour probieren wir es aus. Ein Alukochset mit Spiritusbrenner erhältst du bei Amazon schon für knapp 20 Euro. Ob es was taugt oder statt heißen Kaffee, kalte Brühe im Becher ist, werden wir dir gern berichten.

Kaffee aus Tellern?

Tassen

Nein! Ich wollte schon immer eine Tasse mit Karabiner besitzen. Und Simsalabim! Jetzt baumelt sie bald am Rucksack. Etwas kleiner als erwartet, wiegen die süßen Kerlchen aus rostfreiem Edelstahl wirklich nicht viel. Ob sie  durchhalten werden, wird sich dann zeigen.

Mit Poncho durch Wind und Wetter fliegen

Trotz meiner Gore-Tex Jacke von Salomon, haben wir auf einer regnerischen Tour durch die Sächsische Schweiz feststellen müssen, dass ein Poncho sehr viele Vorteile mit sich bringt. Trotz dem er mit seiner großen Angriffsfläche bei Wind eine Schwierigkeit darstellt,  hält er dich bei fiesen, langen Regengüssen doch besser trocken als die Jacke. Die Hände weichen im Wasser nicht auf oder werden kalt, da du sie unter den Poncho ziehen kannst. Ferner deckt er auch deinen kompletten Rucksack ab. Chris selbst besitzt schon einen von Tatonka und ist sehr zufrieden mit diesem Modell. Mich selbst soll ein Vaude-Poncho vor dem Regen schützen.

Bevor du es nicht probierst, ist nichts wie es scheint. Wir testen für dich und berichten dir immer frisch und brandaktuell.

 

Was planst du als nächstes und welche Löcher hat deine Outdoorpackliste noch? Hast du vielleicht eins der vorgestellten Rucksackinhalte schon selbst ausprobiert? Berichte uns doch!

 

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Hey, ich bin Caro. Leidenschaftliches Outdoor-Mädchen, chronische Wohnsitznomadin und ständig in Bewegung. Umso entfernter die Couch, desto glücklicher bin ich. Wenn nicht mit der Natur unter den Füßen, entfliehe ich dem Alltag sonst gern mit der Nase in Reiseberichten und Outdoor-Blogs. Planen. Recherchieren. Inspirieren. Auf Bergstorming berichte ich über unsere Reisen und füttere dich mit wertvollen Infos zu Vorbereitungen, Wanderrouten, Hot-Spots und Insides. Komm einfach mit!

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