Baum im Eis

Appel frei – Abgekühlt statt ausgekühlt

Und Omi sagt: Pack Mütze, Schal und Handschuh ein, draußen ist´s kalt Mädel!

Es ist Winter. Reif und Eis glitzern überall um uns herum. Rucksack auf und ab die Lutzi, hängen wir dann irgendwann nach den ersten 100 Höhenmetern prustend in der Kälte und schnaufen vor uns hin? Das Ende des Weges ist noch nicht in Sicht, aber deine wohlgepackte Zwiebelschicht treibt dir hier schon den Schweiß auf die Stirn und die genervte Hitzemiene ins Gesicht?
Korn aus Eis

Määäoooowwww! Alles viel zu dick und viel zu eng!

Der Wunsch nach „Klamotten runter“ kommt dir in den Sinn? Hierzu ein kleiner Tipp: „Lass es!“ Dein Körper ist überhitzt und bei echten Winter-Temperaturen lauern Fräulein Influenza und ihr Bazillenregime schon auf feuchte Haut und deinen nackten Hals. Glaub mir, Ausreden wie „nur kurz“ gibt es nicht! Egal ob Muckimann oder Marathonläufer, ob Fernwanderer oder Sonntagsfreizeitler, bist du unvorsichtig, kascht dich das fiese Grippemonster und schleift dich in seinem Bazillenrucksack schnurstracks den Berg wieder hinunter. Hier genießt du dann statt frostig-schönem Gipfel-Glück ein herrlich feuchtes Krankenbett mit schmackhaftem Fencheltee und himmlisch laufender Triefnase.

Aber wollen wir das denn wirklich? Nein!

Hier erhältst du die wichtigsten Tipps, wie du dich optimal abkühlen kannst ohne auszukühlen, dich vor Hitzewallungen im Winter schützt und fit bleibst bei Kälte und Schnee.

Handschuhe

Im Winter gut geschützt natürlich, unsere Finger. Eingemummelt in wohlig warme Handschuhe, sind sie eigentlich deine Möglichkeit schnell etwas Luft an die Haut zu lassen. Zieh die Handschuhe doch mal aus und lasse die Patscher etwas abkühlen. Da du in Bewegung bist und eventuell sogar Trekkingstöcke trägst, werden sie nicht so schnell erfrieren und dein Körper bekommt eine Möglichkeit zum cool-down.

 Reisverschlüsse

Schon mal nachgeschaut? Die meisten Outdoor-Jacken haben Reisverschlüsse und ja, man kann sie auch benutzen. Ist dir also zu warm, reiß nicht die Jacke runter, sondern öffne doch mal die Reißverschlüsse unter den Armen und etwas im Brustbereich. Deine Fleecejacke darunter wird dich ausreichend vor der Kälte schützen und die Hitze im Inneren kann entweichen ohne lästige Kondensation an der Jackeninnenseite.

Mütze

Mütze runter & Appel frei!

Mein wohl liebstes Kleidungsstück zur Regulierung der Körpertemperatur ist die Mütze. Dampft dir der Kopf, mach ihn frei. Die Haare, sind sie denn vorhanden, dienen vorübergehend genug als Kälteschutz. Bedenke auch, dass die Mütze zusätzlich deine Ohren bedeckt, welche ohne sie ebenso eine Oberfläche für abkühlende Winterluft bieten. Und mit kühlem Kopf und gesundem Körper, wandert es sich direkt viel besser!

Ohne Mütze

Denn wie Oma damals schon sagte: „Lieber Kopf als Füße kalt, dann wirst du 100 Jahre alt!“

Tipp: Sollten die Haare wegen der starken Anstrengung doch etwas feucht sein, würde ich auf diese Abdampf-Quelle ausnahmsweise verzichten. Denn jeder kennt das Problem von nassen Haaren in der Kälte.

Klettverschlüsse

Um eine bessere Zirkulation im inneren deiner Jacke zu erzeugen, öffne doch mal die Klettverschlüsse an den Handgelenken. Dadurch dringt kühle Luft hinein und Wärme von Innen kann prima entweichen. Somit ermöglichst du eine verbesserte Zirkulation ohne direkt auszukühlen.

Halstuch

Oh nein, Stopp, Stopp! Alles nur nicht den HALS frei machen!

Für mich sind der Hals und die Mandeln die wohl mit empfindlichsten Regionen bei Kälte und Wind. Aufgrund dessen schwöre ich insbesondere im Winter auf das Halstuch. Ich selbst trage ein Bufftuch mit Fleeceanteil innen, dass insbesondere von uns Mädels mit seinem besonderen Kuschelfaktor wertgeschätzt wird bei rauer Winterluft. Fange ich an zu überhitzen, nehme ich dieses zwar nicht ab, krempel es jedoch einmal um, sodass die Fleeceseite nach außen zeigt und die Außenseite nach innen. Der Vorteil ist, dass das Buff-Tuch an der „eigentlichen“ Außenseite aus Merinofaser besteht. Wendest du also den Merinostoff nach innen, kann dieser die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren und der Hals bleibt trocken und warm. Zusätzlich empfinde ich die kühle Außenseite des Buff-Tuchs als angenehme Möglichkeit kurzweilig etwas Frische an den Hals zu lassen. Probiert es gern aus! Ich finde es klasse!

Und die Moral von der Geschicht´?

Zweig aus Eis

Krank ist man oder nicht! Mit diesen wenigen kleinen Regeln und der Disziplin sich nicht die Sachen durchgeschwitzt in der Kälte runter zu reißen, bleibst du auch bei den längsten und frostigsten Touren gesund.

Denn mal ehrlich, wer tauscht schon gern Fieber gegen Aussicht?

Ob durchs Riesengebirge im Sturm und Eis, im Harzer Herbst oder zu Weihnachten am Moselsteig. Selbst getestet und kein einziges Schnüpferchen! Sei also klug und bleib gesund!

 

Und jetzt raus in die Kälte, es ist zu herrlich für warmen Heizungsmuff! Wie kühlt ihr euch denn am liebsten runter im Winter und Herbst? Schreibt uns, wir freuen uns auf eure Kommentare!


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Hey, ich bin Caro. Leidenschaftliches Outdoor-Mädchen, chronische Wohnsitznomadin und ständig in Bewegung. Umso entfernter die Couch, desto glücklicher bin ich. Wenn nicht mit der Natur unter den Füßen, entfliehe ich dem Alltag sonst gern mit der Nase in Reiseberichten und Outdoor-Blogs. Planen. Recherchieren. Inspirieren. Auf Bergstorming berichte ich über unsere Reisen und füttere dich mit wertvollen Infos zu Vorbereitungen, Wanderrouten, Hot-Spots und Insides. Komm einfach mit!

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