Der richtige Rucksack

Der passende Rucksack für dich

Es gibt verschiedene Arten von Rucksäcken. Vielleicht kommt dir das schon bekannt vor? Dann hast du diesen Artikel zuerst gelesen, wunderbar! Hier erklären wir dir ihre Unterschiede, beschäftigen uns mit den verschiedenen Einsatzgebieten und geben dir Tipps, die dir die Auswahl erleichtern:

Probetragen mit Gewicht

Jeder Outdoor laden füllt dir gerne den Rucksack deiner Wahl mit Gewichten auf, um ihn unter echten Bedingungen probetragen zu können. Trag ihn auch mal länger und lauf im Laden herum. Teste dich durch! Tipp: Wenn du Leipziger bist, schau doch mal im Tapir vorbei. Hier sind die meisten Rucksäcke dauerhaft befüllt. Das macht den direkten Vergleich total einfach und du kannst dich innerhalb kürzester Zeit durch ein riesen Sortiment testen. Nein wir bekommen kein Geld für den Tipp.

Trinksystem

Die meisten Rucksäcke haben eine Vorrichtung für ein solches System. Wir greifen zu einem Trinksystem. Unsere ersten Touren haben wir mit normalen Trinkflaschen gemacht. Hast du in jeder Außentasche eine stecken ist alles in Ordnung. Sobald eine Flasche jetzt aber leerer wird, entsteht ein Ungleichgewicht, das das Tragen unangenehmer macht. Klar man kann auch anfangen die Flaschen gleichmäßig leer zu trinken, für uns gewinnt aber trotzdem klar das Trinksystem. Denn zusätzlich trinkt man auch noch mehr. Es passiert schnell, dass man im Gedanken ist und einfach nicht ans Trinken denkt. Bei einem Trinksystem hast du den Schlauch direkt vor der Nase als Erinnerung. Einfach rein damit, kein Flasche rauskramen oder sogar Rucksack absetzen.

Öffnung

Bei den kleinen Rucksäcken nicht besonders wichtig, aber bei größren Touren- und Trekkingrucksäcken sollte man sich über die Öffnung Gedanken machen. Ist der Rucksack einmal bis oben gefüllt, kann es zur Qual werden an gewisse Dinge zu kommen, wenn er sich nur von oben öffnen lässt. Mein Rucksack lässt sich alternativ wie ein Koffer einmal komplett aufklappen. Caros Rucksack lässt sich leider nur von oben öffnen, aber hier hat ihr das Tragesystem einfach viel zu gut gefallen. Wir lagern alle Dinge, die wir tagsüber nutzen in meinen Rucksack um. Problem gelöst.

Hüftgurt

Rucksäcke, die du so kennst haben meistens 2 Träger und fertig. Das gesamte Gewicht wird von deinen Schultern getragen. Soweit so gut, denn wenig Gewicht können sie ohne Probleme ab. Du hast deinen Rucksack bestimmt schon mal so stark beladen, dass du ihn mit einer Hand nicht mehr tragen konntest. Kurz zum Bus und bei Freunden wieder ausgepackt, kein Problem. Stell dir vor du trägst dieses Gewicht über mehrere Kilometer.

Spaß bei Seite, so schwer sollte kein Rucksack sein. Trotzdem haben gute Rucksäcke ein entscheidendes Feature: der Hüftgurt. Er erlaubt es dir das Gewicht des Rucksacks auf deine Hüfte zu verlagern. Das Entlastet die Schultern drastisch. Du merkst diesen Luxus extrem! Man sagt grob 20% Schulterlast, 80% Hüfte. Dir wird bestimmt klar, wie wichtig dieses Element ist.

Für Mann und Frau

Es gibt spezielle Frauenrucksäcke, die nochmal anders aufgebaut sind (S-förmige Träger) oder einfach grundlegend eine kürzere Rückenlänge anbieten. Oft sind die Frauenmodelle mit einem W (women/weiblich) markiert. Das erleichtert die Auswahl. Ich musste feststellen, dass es bei den Frauen manchmal die cooleren Farben gibt. Nicht den Kopf hängen lassen Männer!

Rucksackarten

Beim Rucksack sieht es ähnlich aus, wie mit den Schuhen: er muss passen! Wir haben uns hierzu erstmal in allen Läden in unserer Umgebung einen Überblick verschafft, uns beraten lassen und uns genau überlegt, was wir damit vor haben. Das hat uns geholfen (fürs erste) den einen Rucksack zu finden, mit dem wir für alle unsere Vorhaben gewappnet sind.

Es gibt auch hier nicht die eierlegende Wollmilchsau, vielmehr wägt man ab, wo man Kompromisse eingehen kann, wenn man erstmal nur einen Rucksack kaufen mag. Wir haben uns sofort einen kleinen Trekkingrucksack mit 50 Litern für Caro und 65 Litern für mich gekauft. Der geht sogar auf Tagestouren gut. Optimieren kann man später, die kleinen sind bedeutend leichter.

Tagesrucksäcke

Hier sprechen wir von der wohl am weitesten verbreiteten Art. Dank seiner kompakten und flexiblen Form ist der Tagesrucksack bekannt aus Arbeit, Schule oder Uni. In unserem Fall ist er natürlich für Tagesausflüge ins Grüne gedacht.

Tragesystem

Tagesrucksäcke verzichten auf steife Rückenpartien und Verstrebungen, dadurch glänzen sie aber auch mit ihrer Leichtigkeit und Flexibilität. Schmale Schultergurte, leichte Hüftriemen und Brustgurte bringen ihn in Position und sorgen für dauerhaften Komfort. Oft sind sie schmal gehalten, damit du auch sportlicher unterwegs sein kannst.

Neben der oben genannten minimalen Ausstattung kannst du aber auch Tagesrucksäcke mit einem Netztragesystem finden. Dadurch entsteht zwischen deinem Rücken und dem Rucksack Raum, der sich gerade bei langem Tragen positiv auf die Belüftung auswirkt. Kurz: du bekommst keinen klitsch nassen Rücken!

Ausstattungsdetails

  • Fassungsvermögen von maximal 30 L
  • Fächer für integrierbare Trinksysteme
  • Außenliegende Seitentaschen für Trinkflaschen
  • Halterungen für Trekkingstöcke, Eisgeräte, Kletterhelme
  • weitere Materialschlaufen für Schlafsäcke, Isomatten, …

Außerdem sind sie oft mit alltagsorientierten Fächern und Organizern ausgestattet, was ihre Beliebtheit für den täglichen gebrauch klar macht.

Black Diamond NITRO 22 Tagesrucksack Beispiel: Black Diamond NITRO 22 Tagesrucksack

Tourenrucksäcke

Ein Tourenrucksack bietet „mittlerem Fassungsvermögen„. Sein Stauraum reicht für bequeme Touren über ein Wochenende beispielsweise. Spezialisten unter ihnen fühlen sich bei hochalpine Hüttentouren, Kletter- oder Skitouren wohl.

Tragesystem

Genau wie das Fassungsvermögen im mittleren Bereich angesiedelt ist, dient das Tragesystem beim Tourenrucksack dazu, ein mittleres Beladungsgewicht von ca. 12 kg zu tragen, wobei das schon viel ist.

Du findest stabile Schulter- und Hüftgurte, sowie etwas mehr Polsterung am Rücken bei diesen Rucksäcken. Kompressions- und Lastenkontrollriemen rundherum helfen dir dein Gepäck fest zu zurren, damit es nicht im Rucksack herumwirbelt, wenn du den Tourenrucksack nicht bis zum Anschlag belädst. Er ist eher länglich als breit, damit du das Gewicht besser verteilen kannst.

Ausstattungsdetails

  • Fächeraufteilung variiert je nach Spezialisierung
  • Fächer für integrierbare Trinksysteme
  • Halterungen für Trekkingstöcke, Eisgeräte, Kletterhelme
  • Befestigungsriemen und Schnallen für Skier, Snowboards und Stöcke
  • Kompressions- und Lastenkontrollriemen
  • mehrere Zugriffsmöglichkeiten (oben, vorne, unten …)

Die Rückenlänge beachten

Weil man mit einem Tourenrucksack mehr Gewicht trägt, ist es sehr wichtig, dass er perfekt sitzt. Auf richtigen Outdoor-Onlineseiten findest du Hinweise, die dir die Auswahl erleichtern. Hier orientiert man sich an der Rückenlänge. Wenn du da unsicher bist, kauf deinen Rucksack in einem Fachgeschäft, dann kann nichts schief gehen. Man kann die Träger verstellen, trotzdem braucht man einen Anhaltspunkt.

Fjällräven Kaipak 38Beispiel: Fjällräven Kaipak 38

Trekkingrucksäcke

Mit einem Trekkingrucksack steht deiner großen Tour als Selbstversorger nichts mehr im Weg. Da passt alles rein, was man sich nur vorstellen kann. Zelt, Schlafsack, Kocher, Verpflegung, Wechselklamotten und und und.

Tragesystem

Stabil verteilen und komfortabel machen. Das ist die Aufgabe des Tragesystems. Da du mit einem Trekkingrucksack das höchste Gewicht transportierst, kann er das besonders gut.

Eigentlich hat das System die gleichen Hauptmerkmale, wie bei einem Tourenrucksack. Zusätzlich ist es jedoch oft mit harten Verstrebungen verstärkt. Auch der Hüftgurt ist hier sehr ausgeprägt. Die Kompressions- und Lastenkontrollriemen rundherum sind hier noch mal wichtiger, damit der Gewichtsschwerpunkt besser zu kontrollieren ist. Du trägst hier schließlich bis zu 20 kg oder sogar noch mehr.

Ausstattungsdetails

  • Fächeraufteilung um gezielter zu packen (Schweres am Rücken, Hauptfach, Bodenfach …)
  • Fächer für integrierbare Trinksysteme
  • Halterungen für Trekkingstöcke, Eisgeräte, Kletterhelme
  • Befestigungsriemen und Schnallen für Skier, Snowboards und Stöcke
  • Kompressions- und Lastenkontrollriemen
  • mehrere Zugriffsmöglichkeiten (oben, vorne, unten …)
  • oft abnehmbarers und flexibles „Deckelfach“ als Tasche nutzbar
  • oft optionaler Zwischenboden (Bsp.: Dreckwäsche abgrenzen)

Die Rückenlänge beachten

Auch hier ist es wieder wie bei einem Tourenrucksack. Alles lässt sich einstellen, top!

Osprey Aura AG 50 mit Fjaellraeven Abisko 65

Unsere Rucksäcke
Caro: Ospray Aura Meiner: Fjällräven Abisko

Was für einen Rucksack bevorzugst du? Was sind für dich die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl? Schreib uns!

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Ich bin Chris! Minimalist, frischer Fernwehleidender, Gearjunkie und Medienmensch. Ich befasse mich leidenschaftlich gerne mit Ausrüstung, Klamotten und der Technik rund um unser Hobby. Testen. Optimieren. Maximieren. Schau einfach rein!

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