Caro & Chris im Poncho

Mein Freund der Poncho

Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, wenn es um das Thema Regenschutz geht. Achtung Spoiler! Für mich gewinnt ganz klar mein treuer Begleiter: der Poncho. Warum das so ist, werde ich dir sehr gerne erklären.

Bevor wir angefangen haben unser Equipment aufzubauen, habe ich lange überlegt, was ich womit kombinieren will und kann. Man will so viele Sachen wie möglich multifunktional verwenden und das darf dann auch gerne ganz wenig wiegen. Genau so! Beim Wetterschutz ging es bei mir im Gegensatz zu den anderen Teilen relativ schnell. Sieht schon komisch aus so ein Poncho…Aber bevor ich hier weiter meine Liebe gestehe sollten wir knackig auf den Punkt kommen.

Die Testgebiete

Der Gute ist immer dabei. Ob wir einen kleinen Ausflug rund um Leipzig, eine Mehrtages-Tour im Riesengebirge oder eine Tagestour in der Sächsischen Schweiz machen, mein treuer Kumpane ist am Start und hat mich noch nie im Stich gelassen.

Sächsische Schweiz im Sommer

Puh ist das warm. Weniger ist da also mehr. Sommer heißt aber nicht immer zwingend Sonne. So auch auf einer unserer Touren. Wie wir aber wissen „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Freudig ziehe ich den kleinen Beutel aus meinem Rucksack und werfe mir fix die Plane über den Appel. Ich kann dir sagen, die Belüftung unter dem Poncho ist wunderbar. Dadurch, dass er unten ja komplett offen ist, kannst du mühelos zwischendurch beim Laufen mal damit wedeln und dir frische Luft unter die Haube fächern. Nanu, das war wohl nur ein kurzer Schauer? Plane wieder runter und auf den Rucksack geklemmt. Völlig unkompliziert und ohne den Rucksack abnehmen zu müssen.

Lutherweg im Herbst

Wenn was gut war, dann das Wetter. Toll war es jaja, so macht das Wandern doch am meisten Spaß und … ja richtig es geht um den Poncho, den ich anscheinend nicht gebraucht habe. Schön verpackt im Deckelfach meines Rucksacks fühlt er sich nämlich auch tierisch wohl und macht sich ganz klein. Wiegt kaum was und glänzt mit seinem Packmaß. Also kein Problem, wenn er nicht gebraucht wird.

Riesengebirge im Winter

Da sind wir nun. Im endlosen Nebel, bei einer Luftfeuchtigkeit, von drölfhundert. Du kannst dir vorstellen, wie lange die blanke Fleecejacke da alleine durchhält, bis sie sich vollsaugt wie ein Schwamm. Kein Problem: Ponchotime! Wieder hole ich mir (oder Caro für mich) den Poncho aus dem kleinen Zusatzfach, werfe ihn mir über und bin geschützt vor dem fiesen Niesel.

Poncho im Schnee

Zweiter Tag. Zu dem Nebel gesellt sich ein „kleines Stürmchen“. In kompletter Schräglage kämpfen wir uns den Weg entlang. Du denkst dir wahrscheinlich: „klasse und der Packt das Segel aus!“, denn genau das hatte ich auch befürchtet, aber nö. Ich bin fabelhaft damit klargekommen. Sicher, du hast eine größere Angriffsfläche, jedoch zieht dir die Luft auch nicht in alle Ritzen und Löcher. Hat sich der Poncho erstmal stromlinienförmig über den Bauch gespannt, kommst du dir vor wie im Windkanal beim Aerodynamik-Test. Und das Beste: deine Träger und Hüftgurttaschen bleiben trocken!

Zusammengefasst

Niesel, hohe Luftfeuchtigkeit, Regen, Sturm, kein Regen oder einfach nur Wind. Passt prima, ich mag ihn!

Kombiniert mit …

Der Poncho ist bei prallem Regen natürlich nur die halbe Miete. Auch deine Beine wollen geschützt sein. Hier kannst du mit einer Regenhose nachhelfen oder, wie ich, mit Gamaschen. Beides unkompliziert. Die Regenhosen sind seitlich an den Beinen offen, so muss man die Schuhe nicht ausziehen, um reinzusteigen. Reißverschluss zu und fertig. Gamaschen funktionieren ähnlich, sind nur halt kürzer.

Für mich gewinnen die Gamaschen in Kombination mit dem Poncho aus einem einfachen Grund: der Poncho geht weit über die Knie und so viel Angriffsfläche hat der blöde Regen dann auch schon gar nicht mehr. Weniger „Stoff“ macht weniger Platz und weniger Gewicht. Sollte zumindest… Die Gamaschen Punkten dann auch wieder beim Thema Multifunktionalität. Hohes nasses Gras am Morgen oder tieferer Schnee machen deine Hosenbeine nicht sofort nass.

Poncho Chris Herbst

Gut zu wissen!

Einige Sachen habe ich bei der Zusammenarbeit mit meiner Teichfolie dann doch gelernt. Ganz oben auf: Nicht in den Poncho reinathmen! Dein Atem ist schließlich feuchte warme Luft, die sich dann an der Innenseite ablegt. Gerade, wenn es draußen kalt ist. Folglich ist auch innen wieder alles nass und das nicht, weil der Poncho falsch arbeitet. Wenn du deinen Mund vor dem Wind retten willst, greif lieber zu einem Buff-Tuch. Kopf aus der Kapuze und Tuch bis hoch zur Nase. Klappt wunderbar, auch bei Schnee und Eis!

Schütz doch deine Hände direkt mit! Es wandert sich schlecht mit den Händen in den Hosentaschen, aber unter dem Poncho hast du locker genug Platz um dich schnell mal abzustützen. Geschützt vor regen und trotzdem frei beweglich, auch mit Trekking-Stöcken.

Sollte es wirklich mega regnen, kannst du die Schildkröte machen! Kopf und Hände in den Poncho. Ganz trocken und ohne Wind, kannst du hier wunderbar mal schnell dein Telefon checken, oder die Kamera einstellen.

Hab ich schon gesagt, dass der Poncho auch über den Rucksack geht? Jup der ist natürlich auch komplett trocken.

Caro Poncho Steine

In Kurzform

Ich will mein Segelchen hier nicht nur in den Himmel loben. Nicht ohne Grund sind die Meinungen so verschieden bei diesem Thema. Kurz und knapp hier nochmal das Wichtigste:

Vorteile

  • kleines Packmaß
  • wiegt nicht viel
  • kann angezogen werden, ohne den Rucksack abnehmen zu müssen
  • Träger und Hüftgurt des Rucksacks bleiben trocken
  • „Die Schildkröte“
  • gleichzeitig Raincover für Rucksack
  • Belüftung durch Wedeln
  • auch als Windschutz geeignet
  • Außentaschen des Rucksacks trocken erreichbar

Nachteile

  • größere Angriffsfläche für Wind
  • auf dem Laufsteg gewinnst du damit nicht
  • „Atmungspassiv“, du musst selbst aktiv werden
  • es gibt nur ganz oder gar nicht (nutzt du ihn wie ich als Raincover, Regenschutz und Windschutz)

Was wir so tragen

Ponchoteam

Wie man auf den Bildern erkennen kann, trägt Caro einen wundervollen blauen Vaude Regenponcho mit richtigen Armen. Ich habe einen etwas weiteren, normalen Tatonka Regenponcho. Beide passen mit über den Rucksack. Wir haben unsere Ponchos selbst bezahlt und bekommen kein Geld für diesen Bericht. Alles aus Überzeugung!

Caro hat zusätzlich noch eine Regenjacke, wie man unschwer leuchtend auf unseren Touren erkennen kann. Wir berichten dir gerne in Zukunft mal über das Gegenstück für den Regenschutz und vergleichen hier noch etwas genauer.

Was magst du lieber, Poncho oder Regenjacke? Konnte ich dich vielleicht überzeugen?

Einige Produkt-Verlinkungen auf dieser Seite sind Affiliate Links, für die wir eine kleine Provision bekommen, wenn du einen Artikel über diesen Link kaufst. Für dich fallen keine zusätzlichen Kosten an. Das hilft uns, diesen Blog zu finanzieren.

Ich bin Chris! Minimalist, frischer Fernwehleidender, Gearjunkie und Medienmensch. Ich befasse mich leidenschaftlich gerne mit Ausrüstung, Klamotten und der Technik rund um unser Hobby. Testen. Optimieren. Maximieren. Schau einfach rein!

Kommentar verfassen