Rucksack Nahaufnahme

Womit fange ich an? Teil 1 – Wichtige Ausrüstung im Überblick

Da wären wir also. Komplett überzeugt von unserem neuen Hobby und bereit zu allem! Wir haben Internetleitungen ausgelastet und Berater in Geschäften ausgequetscht um hier das Optimum rausholen zu können. Über folgende Dinge reden wir:

Erstmal Hintergrundwissen

Outdoor als Lifestyle

Früher war die Outdoorwelt ausschließlich auf Performance ausgelegt. Wir als frische Wanderer sind genau zur richtigen Zeit eingestiegen, denn wenn du heute in die Läden gehst, bekommst du eine prachtvolle Auswahl an extrem stylischen Dingen, die du problemlos in den Alltag einbinden kannst. Dadurch wird das ein oder andere Kleidungsstück direkt für mehrere Bereiche einplanbar.

Minimalismus

Unsere Ausrüstung ist leider teuer und man kann nicht alles auf einmal anschaffen. Sparen wir also nicht am Produkt selbst, sondern bei der Anzahl. Bestes Beispiel sind die Socken. Brauchst du auf einer 5-Tages-Tour wirklich 5 Paar davon? Ich denke nicht. Während du ein Paar trägst, kannst du das andere waschen und trocknen lassen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm vielleicht nochmal eine Reserve mit, aber das wars dann auch schon. Zack, 2-3x um die 20€ gespart!

Nutzen wir unser neues Hintergrundwissen und konzentrieren uns auf die wichtigen Teile. Los geht’s!

Übersicht erste Wanderausrüstung

Schuhe

Für uns der wichtigste Ausrüstungsgegenstand. Selbst wenn du jemanden hast, der dir den Rucksack trägt, ohne Wanderschuhe geht nix. Rutschfest, grobes Profil, dicke Sohle. So lieben wir das! Gut ist auch ein hoher Schaft, der das Fußgelenk stabilisiert und vor Umknicken in unebenem Gelände schützt. Gerade mit einem schweren Rucksack ist das also wichtig. Die stabile Sohle schützt dich vor spitzen Steinen und schont den Fuß auf schwierigem Untergrund. Im richtigen Schuh geht’s locker flockig gerade aus. Nicht mehr über jeden falschen Schritt in eine Pfütze oder Schlamm nachdenken, denn die sind dafür gemacht.

Socken

Die richtigen Socken zähle ich mal mit zu den Schuhen. Die gehören ja auch an den Fuß. Ordentliche Wandersocken haben keine drückenden Nähte, passen perfekt und haben Polsterungen an verschiedenen Stellen. Du kennst das vielleicht auch von Laufsocken. Es macht einen spürbaren Unterschied! Wir haben uns für Modelle von FALKEN entschieden und sind sehr zufrieden damit. Tipp: Wir haben von Freunden erfahren, dass sie 2 paar Socken übereinander tragen, um die Reibung zwischen die 2 Schichten zu bringen. Probiers mal aus!

Schau dir auch unseren Artikel zum richtigen Wanderschuh an!

Rucksack

Weiter geht’s mit dem Rucksack. Eigentlich ist die Kleidung noch wichtiger. Ich gehe aber hier davon aus, dass du noch garkeinen Rucksack hast. Kleidung schon. Irgendwie musst du also deine Sachen transportieren. Da kann dann deine „Softpackliste“ unter kommen. In diesem Artikel haben wir darüber geschrieben. Es gibt verschiedene Arten von Rucksäcken. Kleine Tagesrucksäcke für Tagestouren, Tourenrucksäcke für mehrere Tage oder Trekkingrucksäcke für den ganz großen Spaß.

Erinner dich an die Einleitung. Richtig, Minimalismus. Man braucht vielleicht nicht sofort für jeden Bereich einen zusätzlichen Rucksack. Wir haben uns sofort einen kleinen Trekkingrucksack mit 50 Litern für Caro und 65 Litern für mich gekauft. Der geht sogar auf Tagestouren gut. Optimieren kann man später, die kleinen sind bedeutend leichter.

Caro: Ospray Aura

Meiner: Fjällräven Abisko

Für diese Rucksäcke haben wir uns jeweils aufgrund des Tragesystems entschieden. Jeder Rücken ist anders. Wir werden auf jeden Fall noch detaillierter darüber berichten, alles zu seiner Zeit.

Kleidung

Es gibt hier sehr viele Kombinationsmöglichkeiten! Für uns war das alles anfangs gar nicht richtig einzuordnen. Also, ran mit dem Berater.

Das Zwiebelprinzip

Nicht nur bei der Anzahl, sondern auch bei der Vorbereitung auf die Jahreszeiten können wir sparen. Mit dem Zwiebelprinzip machst du zum Beispiel aus einer wärmenden Unterjacke und einer Regenjacke eine wasserfeste Winterjacke. Aber was genau ist das Zwiebelprinzip? Im Grunde ganz einfach die Aufteilung der Kleidung in Schichten:

  1. Basisschicht – Funktionsunterwäsche
  2. Isolationsschicht – Isolation, Atmungsaktivität, Sonnen- oder Insektenschutz
  3. Wetterschicht – Schutz vor Regen, Wind und Kälte

Basisschicht

Diese Schicht transportiert deinen Schweiß ab, schützt somit vor Verkühlung und sorgt für einen gewissen Komfort. Im Sommer trägst du sie in Form eines T-Shirts meistens als einzige Schicht. Wie normale Unterwäsche besteht sie aus Unterteil und Oberteil, lang oder kurz. Wir haben uns zum Start nur für Shirts entschieden. Ich hätte sehr gerne auch Shorts gehabt, aber die würde ich nicht mehrere Tage tragen. Bei den Preisen waren mir mehrere davon zu happig. Ich fahre momentan mit stink normalen eng anliegenden Shorts ganz gut. Caro will sich noch einen BH besorgen, weil die Sportkleidung irgendwie trotzdem nass bleibt. Atmungsaktiv? Im Winter dann noch eine lange Unterhose dazu und du bist super aufgestellt.

Hier können wir die Funktionsunterwäsche aus Merinowolle von Icebreaker empfehlen. Merinowolle hat einen leichten Eigengeruch, dafür riecht man den Schweiß aber nicht.

Isolationsschicht & Wetterschicht

Damit kannst du ein anderes Mal weiter machen. Diese Bereiche sind etwas Umfangreicher als die Basisschicht. Im zweiten Teil der Ausrüstungs-Serie erfährst du mehr.

Ich hoffe diese kleine Zusammenfassung über die Ausrüstungsgegenstände machen dir den Einstieg leichter. Die sowohl wichtig als auch multifunktional einsetzbaren Stücke, die ich hier vorgestellt habe, sollten dir eine solide Basis geben. Der Gearjunkie in mir kann dir versichern, dass Equipment süchtig macht. Teil dir deine Dosis gut ein!

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Ich bin Chris! Minimalist, frischer Fernwehleidender, Gearjunkie und Medienmensch. Ich befasse mich leidenschaftlich gerne mit Ausrüstung, Klamotten und der Technik rund um unser Hobby. Testen. Optimieren. Maximieren. Schau einfach rein!

2 Kommentare
  1. antworten Biene aka BabyMufflon 7. November 2016 at 17:53

    Hey ihr zwei!
    Bei weniger gefülltem Geldbeutel (Studenten, Familien,…) reicht es, sich für die ersten Wanderschritte ein paar gute Wanderschuhe anzuschaffen. Alles andere kommt dann nach und nach, wenn man merkt, dass man tatsächlich dabei bleibt. Ich bin die ersten Jahre mit ganz normalen Jeans gewandert. War natürlich nicht das Bequemste – vor allem bei Regen!, aber dafür habe ich meine erste ‚richtige‘ Wanderhose umso mehr zu schätzen gewusst.
    Viele Grüße
    Biene

    • antworten Chris 7. November 2016 at 19:18

      Hey Biene,
      vielen Dank für deinen Input. Cool, dass du uns gefunden hast.

      In „Zum ersten Mal wandern? – Was Du wissen solltest“ wollen wir eigentlich auf den Bereich vor der großen Equipment-Sause eingehen. Die Ausrüstungsartikel sollen als Hilfe dienen, damit man nicht in Klamottenbergen versinkt oder einfach als Starthilfe. Wir versuchen mit Minimalismus, Kombis und so das Geldproblem etwas zu entschärfen. Schuhe haben wir auch als erstes gekauft. War eine aufregende Reise, bis wir die richtigen hatten. Du hast natürlich vollkommen recht.

      Wir werden mal direkt auf eurem Blog vorbei schauen!

      Beste Grüße
      Chris

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