kühler Herbstmorgen in Leipzig

Womit fange ich an? Teil 2 – Wichtige Ausrüstung im Überblick

Schön, dass du auch zum 2ten Teil wieder rein schaust! Beim letzten mal haben wir über Hintergrundwissen, Schuhe, Rucksack und die erste Kleidungsschicht geredet. Diesmal gehen wir genauer auf die beiden umfangreicheren Schichten ein:

Isolationsschicht

Wir erinnern uns: Isolation, Atmungsaktivität, Sonnen- oder Insektenschutz.

Fangen wir Oben an

Fleece fällt mir bei dieser Schicht als aller erstes ein. Daher empfiehlt jeder eine Fleecejacke als erstes Kleidungsstück in dieser Kategorie. Diese weichen, leichten Produkte wärmen prima und trocknen auch noch schnell. Es gibt sie als Jacken oder Pullover, mit und ohne Kapuzen. Wir haben uns hier ganz klar für Jacken entschieden. Die kann man mal auf machen, wenn einem zu warm wird, ohne direkt den Rucksack abnehmen zu müssen.

Caro hat eine mit Kapuze, sie hat es gerne warm um den Hals und setzt sie regelmäßig auf. Bei mir ist es etwas anders. Ich bin kein Fan von mehreren Kapuzen auf allen Schichten. Die reicht mir ein mal auf dem Poncho (mehr dazu bei Wetterschicht). Wenn wir hier wieder an Multifunktionalität denken, lassen sich diese Jacken ideal auch im Sommer einpacken. Abends wird es kühler und sie machen sich wunderbar als Überzieher unter dem freien Sternenhimmel. Wird es kälter, trägst du sie direkt beim Wandern. Perfekt!

PrimaLoft®Logo

Für den alpinen Einsatz und Wintertouren werden dann Pullover und Jacken mit leichter Daunenfüllung oder PrimaLoft® gewählt. Ach und Westen gibt es da noch. Auch hier wieder wegen dem wenigen Gewicht und der ausgezeichneten Isolationseigenschaften. Du hattest bestimmt mal eine Daunenjacke, ich glaube in den 90ern waren die super in. Sehr warm, aber der Michelinmännchen-Style war nicht so bombe. Die Outdoor-Versionen sind viel dezenter! PrimaLoft® ist unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit.

Übersicht erste Wanderausrüstung 2. Schicht

Weiter geht’s mit den Beinen

Hosen gibt es in lang, kurz und Zip. Zip-Hosen haben Reißverschlüsse in der Nähe der Knie. Als erstes redet man hier von Wind- und wasserabweisenden, sehr robusten und belastbaren Softshellhose. Das Softshell-Material ist elastisch und angenehm zu tragen. Außerdem trocknet es sehr schnell. Alternativ gibt es auch festere Trekkinghosen und auch im Kletter-Bereich gibt es viele schöne robustere Alternativen. Für so eine haben wir uns entschieden. Fjällräven bietet das patentierte G-1000 Material an. Für uns die beste Wahl. Ein atmungsaktiver Stoff, den man durch Wachsen wasserabweisend machen kann. Bei leichtem Regen hast du also trotzdem trockene Beine. Falls du dich für unsere Hosen interessierst:

Caro: Fjällräven Karla Zip

Chris: Fjällräven Karl Zip

Für Schnee und Kälte gibt es natürlich auch hier noch entsprechend dickere und gefütterte Modelle.

Für den ganzen Körper gibt es auch spezielle Teile für ganz andere Einsatzgebiete. Wenn du an Skandinavien im Sommer oder aber an Malariagebiete denkst, ist insektenabwehrende Bekleidung sicher interessant. Auch hier gibt es reichlich Auswahl. Damit haben wir uns noch nicht beschäftigt. Du wirst auf jeden Fall von uns hören, wenn es soweit ist.

Tipp: Du kannst natürlich genauso auch die einzelnen Schichten an sich stapeln. Zum Beispiel um mehr Wärme mit 2 dünneren Fleecejacken zu erzeugen. So spart man sich evtl. erstmal den Kauf einer Daunenjacke.

Wetterschicht

Auch hier nochmal: Schutz vor Regen, Wind und Kälte. Im besten Fall natürlich auch wieder atmungsaktiv.

Fangen wir Oben an

Dem Wetter standhalten, dass ist hier der große Plan. Es gibt Jacken für jeden Einsatzbereich. Angefangen bei ultraleichten Windbreakern bis hin zu GORE-TEX® Pro Hardshell Jacken für extreme Touren bei extremem Wetter. Außerdem gibt es da noch den Poncho, unsere Wahl. Er ist extrem leicht, kostet vergleichsweise wenig und schützt den Rucksack gleich mit. Wenn du an das Gewicht denkst, kannst du dir hier zusätzlich das Raincover vom Rucksack sparen. Der Poncho geht bis über die Knie, was die Regenhose zusätzlich ersetzen kann (zu den Hosen kommen wir gleich). Er hat leider gleichzeitig einen riesen Nachteil. Wie du auf dem Bild sehen kannst, wirkt er wie ein Segel. Ja, wenn es sehr windig ist macht´s keinen Spaß … Über die Optik sollte man in dem Fall auch hinwegsehen. Deswegen hat Caro zusätzlich noch eine GORE-TEX® Regenjacke.

Aber: Die Träger des Rucksacks drücken auf die Regenjacke, was bei hohem Gewicht die Dichtigkeit beeinflussen kann. Der gute Poncho hängt über allem luftig ab! Unsere Ponchos:

Caro: Vaude Poncho Hiking

Chris: Tatonka Regenschutz Cape

Regenponco und Gamaschen

Weiter geht’s mit den Beinen

Hier ist es ähnlich wie mit den Oberteilen. Speziell die Regenhosen haben den Vorteil, dass man sie anziehen kann, ohne Schuhe etc. öffnen zu müssen. Sie haben einen durchgehenden Reißverschluss an beiden Beinen. Erinnerst du dich an die trendigen ADIDAS Sporthosen mit den Knöpfen? Anderes Thema … Wenn wir in den Ultraleicht-Sektor gehen, gibt es hier auch den Regenkilt.

Übrigens hat Alex von BergReif bei sich eine Anleitung, womit man so ein Teil selbst baut. Einfach klasse!

Und dann gibt es da noch die Gamaschen. Wie oben schon erwähnt, tragen Caro und ich einen Poncho, der bis über die Knie geht. Dazu noch die Gamaschen und wir sind auch im unteren Bereich komplett geschützt. Gerade hohes Gras kann bei Nässe die Hosenbeine durchweichen. Gewicht und Packmaß minimal, Yeah!

Los!

Jetzt kannst du anfangen, dir dein eigenes Setup aufzubauen. Wenn du richtig kombinierst, kannst du deine ersten Ausrüstungsgegenstände in all deine Touren einbinden und später spielend erweitern. Hier gehts zu Teil 3.

Was für ein Set schwebt dir vor? Was hältst du von unserem Setup? Worüber würdest du gerne mehr erfahren?

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Ich bin Chris! Minimalist, frischer Fernwehleidender, Gearjunkie und Medienmensch. Ich befasse mich leidenschaftlich gerne mit Ausrüstung, Klamotten und der Technik rund um unser Hobby. Testen. Optimieren. Maximieren. Schau einfach rein!

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