Jetzt gehts ihm an den Kragen, wortwörtlich!

Dach verzinnen hörte sich so einfach an…

In dieser Folge erfährst du:

  • Wie man ein Oldtimer Dach wieder dicht bekommt
  • Was man dafür alles machen muss
  • Welche Werkzeuge man braucht
  • Warum unsere Spachtelmasse grün ist

Eigentlich wollten wir garnicht so sehr auf die Instandsetzung des Oldtimers eingehen. Aus Respekt vor der Arbeit und um die Beteiligten zu ehren, haben wir uns doch dazu entschieden mal ein „Männervideo“ in die Reihe zu klotzen. Heute wird gehandwerkelt. Und das so richtig. Die Funken sprühen, das Metal blitzt und dem Rost lachen wir ins Gesicht. Nie wieder Regen im Düdo!

Da wir uns selber Hilfe geholt haben für Dons Aua, werden wir dir hier keine detailierte Anleitung geben. Trotzdem hier kurz erklärt, wat dat alles so is:

Flexen

Die Flex ist ein Winkelschleifer und erhielt ihren Namen durch die bekannteste Firma in dem Bereich. So lief das auch mit dem „hast du mal ein Tempo?“. Einfach die richtige Scheibe drauf und los gehts. Man kann damit natürlich auch wirklich schleifen, oder überstehende Dinge runter raspeln. Wir mussten einen großen rostigen streifen aus dem Dach trennen.

Schweißen

Unter Schweißen versteht man „das unlösbare Verbinden von Bauteilen unter Anwendung von Wärme und/oder Druck, mit oder ohne Schweißzusatzwerkstoffe“. In unserem Fall haben wir das offene Dach dann mit neuen Blechen verbunden und über Schweißpunkte / -nähte verknüpft.

Schleifen

Durch verschiedene Vorgänge entstehen Unebenheiten. Das hat in dem Fall nichts mit Pfusch zu tun, sondern ist ganz normal. Wir haben dafür einen Exzenterschleifer benutzt. Er schleift kreisförmig und verhindert ungewollte Riefen. Nach jedem Vorgang mussten wir schleifen, um dann weiter arbeiten zu können.

Verzinnen

Jetzt kommt der spannendste Teil. Das Verzinnen ist fast „ausgestorben“ in der heutigen Zeit. Bei neueren Autos werden die Teile einfach ausgewechselt. Wir haben unseren natürlich ganz Oldtimer-Like verarztet. Beim Verzinnen schleift man das Blech blank und schmiert es anschließend mit Zinnpaste ein. Diese wird erhitzt und verbindet sich dadurch mit dem Blech. So wird sichergestellt, dass das Zinn sich auch mit dem Untergrund verbinden kann.

Anschließend macht man die „Zinnwurst“ mit einem Brenner flüssig und versucht so viel wie möglich auf das Metall zu bekommen. Ein Verlust von 80% Zinn ist nicht unüblich. Dafür benötigt man Löthölzer (oder baut sich das selbst, wie Christoph in unserem Video) und Leinöl. Sinn: Das Zinn verbindet die zwei Bleche und stellt wieder eine durchgehende metallene Fläche her.

Quasi ein perfekt geschlossenes Dach, YEAH!

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Spachteln

Damit das ganze auch wieder gut aussieht, wird die originale Form des Dachs mit Spachtelmasse nachgeformt. In mehreren Schichten, die jeweils aushärten und wiederum geschliffen werden müssen, nähert man sich der Wunschform an.

Wir haben das ganze mit Glasfaserspachtel gemacht. Der ist voll mit kleinen Glasfäden, die die Spachtelmasse zusätzlich verbinden und härter/widerstandsfähiger machen.

Findest du diese Themen, neben dem Ausbau, interessant? Hättest du gerne eine richtige Anleitung für die Themen oben? Selbst schon Erfahrungen mit sowas gemacht? Ab in die Kommentare damit!

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Chris

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Ich bin Chris! Minimalist, Digitaler Nomade, Gearjunkie und Freelance Designer. Ich befasse mich mit Ausrüstung, Klamotten und Technik. Testen. Optimieren. Maximieren.

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