Moselsteig

24 Etappen und 385 Kilometer – Eine riesige Auswahl an Möglichkeiten. Mit seinem Start im saarländischen Perl schlängelt sich der Moselsteig durch eine atemberaubende Winzerkulisse. Über phantastische Wanderpfade und vorbei an bezaubernden Aussichten endet er schließlich mit der Mosel in den Rhein bei Koblenz.

Die Route

Insgesamt sind wir 4 Tage auf dem Moselsteig. Es ging von Reil bis nach Cochem. Der zweite Teil des Moselsteig-Berichts führt von Neef bis nach Cochem mit einer Übernachtung in Seeheim.

Details: Reil – Cochem

Länge: 70 km
Gehzeit: 21 Stunden / 4 Tage
Höhenmeter: ↑2.075 m, ↓2.055 m
Höchster Punkt: 394 m

Wandertage

  1. Tag Moselsteig-Etappe 14: Reil – Zell
  2. Tag Moselsteig-Etappe 15: Zell – Neef
  3. Tag Moselsteig-Etappe 16 und 17½: Neef – Ediger-Eller – Senheim
  4. Tag Moselsteig-Etappe 17½ und 18: Senheim – Beilstein – Cochem

Gut zu wissen: Die letzten beiden Wandertage haben wir drei Moselsteig-Etappen auf zwei Tage aufgeteilt.

3. Wandertag: Neef – Ediger-Eller – Senheim

Strecke: 18,6  km
Gehzeit: 5-6 Stunden
Gesamt-Aufstieg: ↑626 m

Hoch hinauf geht es aus der wunderschönen Altstadt von Neef über malerische Obstplantagen, bezaubernde Wiesen und auf idyllischen Waldpfaden zum spektakulären Aussichtspunkt in 300m Höhe. Der steilste Weinberg Europas erwartet dich, willkommen am Bremmer Calmont.

Über einen schmalen Parkour geht es nach Ediger-Eller. Danach beeindruckt der lange Verlauf über eine herrliche Serpentinen-Route direkt in den Weinhängen jeden Wanderer. Ein atemberaubendes und sehr aussichtsreiches Teilstück, das schließlich seinen Abschluss in Senheim findet. Für diese Tour empfiehlt es sich etwas häufiger zu pausieren und die Kräfte gut einzuteilen.

Wissen macht Ahhh!

Highlights

Bremmer Calmont

Unglaublich bewegend stehen wir am Bremmer Calmont. Eingepackt in eine weiße Nebelwatte sehen wir zwar an diesem Tag nur wenig von der Landschaft, fühlen uns aber ein bisschen wie über den Wolken.

Tipp: Schau dir gern unseren Calmont-Bericht an. Dieser enthält alle Highlights und die komplette Beschreibung zur 16. Etappe.

Weg zum Calmont

In Schlengelpfaden durch die Weinberge

Wieder hinab gestöckelt, taumeln wir uns glückstaumelig durch Ediger-Eller und in den nächsten Abschnitt der Tour. Zunächst durch den weißen Schleier staksend, kommen wir nach etwa 1,5 Kilometer auf den mittleren Etagen der Weinberge an.

Nebel über der Mosel

Mit dem Abend senkt sich der weiße Schleier über dem Wasser und wir wandern durch eine wildromantische Kulisse hindurch. Knisternd still laufen setzen wir unsere Route fort oberhalb der Nebeldecke. Immer wieder tief ergriffen und innehaltend, können wir unsere Augen kaum abwenden von diesem einzigartigen Naturschauspiel.

Glück ist was man draus macht.

Übernachtung in Senheim

Da Senheim ein sehr überschaubares Örtchen ist, findest du im Winter nur schwer Übernachtungsplätze. Im Internet top bewertet, können wir dir unsere eigene Unterkunft, das Haus Zur Brücke leider nicht weiter empfehlen. Würden wir noch einmal eine Übernachtung in Senheim suchen, scheint das Hotel Schützen eine gute Option zu sein.

Tipp: Für mehr Infos zum Moselsteig findest du im Tipp-Artikel unsere wichtigsten Tipps zusammengefasst. Und hast du eigentlich schon die Moselsteig-Etappen 14 und 15 entdeckt? Schau gern rein.

4. Wandertag: Senheim – Beilstein – Cochem

Strecke: 23 km
Gehzeit: 7-7,5 Stunden
Gesamt-Aufstieg: ↑698 m

Von Senheim geht es zunächst am beschaulichen Hafen vorbei und im Anschluss wieder in die wunderschönen Weinhänge der Mosel hinauf. Der Pfad gilt als Kulturweg und trägt den klangvollen Namen Mesenicher Steinreichs-Käpp. An der Hangkante entlang durch die bewaldete Briederner Schweiz, hoch zur Burg Metternich landen wir endlich in der faszinierenden Fachwerkromantik des kleinen Örtchens Beilstein. Von einer Burg geht es nun zur nächsten. Ein steiler, ausgesetzter Moselsteigabschnitt führt uns aussichtsreich weiter nach Bruttig-Frankel und fordert die Wanderwaden mit einem starken Anstieg durch einen Waldpfad. Bald erreichen wir die Reichsburg Cochem.

Momentaufnahme

Die Luft ist kalt und klar. Ich atme tief ein! Um uns herum eine märchenhafte Kulisse. Eingehüllt in eine seichte, kühle Nebeldecke liegt jeder Grashalm und jedes Blatt eingehüllt im sanften Schleier der glitzernden Raureifromantik. Selbst die Spinne strickt an diesem Tag ihr Garn auf einem funkelnden Eiskristall-Netz.

Highlights

Blick zurück nach Senheim

In Beilstein angekommen erwartet uns ein  aussichtsreicher Blick zurück nach Seeheim.

Mesenicher Steinreichs-Käpp

Etwas regionalen Input hier, ein wenig Steinwissen da und schon hat der Pfad der Steine das Herz erobert.

Beilstein

Ein malerischer Ort wie aus dem Mittelalter. Beilstein trägt nicht ohne Grund trägt den zusätzlichen Namen „Dornröschen der Mosel“.

Ein Ort an dem du unbedingt verweilen solltest, vielleicht bei einem Kaffee. Die alten Gemäuer laden zu einer Gassenschlenderei ein. Hier lässt es sich wunderbar versinken in einer längst vergangenen Zeit.

Ein Kloster mit Café-Stübchen-Ambiente

Das Kloster St. Joseph und sein Kloster-Café gehören zu den sehenswerten Höhepunkten der Route. Nimm dir die Zeit und wirf einen Blick in das wunderschöne Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert.

Tipp: Frag unbedingt mal nach einer Sitzmöglichkeit in der rundum verglasten Caféstube. Ausgestattet mit Kamin und einem verglasten Winterbalkon hast du von hier eine phantastisceh Sicht auf die Moselschleife.

Schmale Pfade und weite Aussicht

Aus dem himmlischen Ambiente des Cafés purzeln wir raus auf einen wunderschönen Weg, hoch über den Dächern von Beilstein gelegen.

Eine Aussicht, die kaum ein Wort findet!

Burg Metternich

Hoch über Beilstein ragt die Burg Metternich aus dem Weinberg. Im Sommer kannst du sie für einen kleinen Eintritt besuchen, im Winter ist die Burg nur von außen zu besichtigen.

Schon gewusst: Beilstein zählt nur knapp 100 Einwohner, war jedoch schon insgesamt 5 mal das Set für die Filmindustrie.

Der Pfad eng und ausgetreten, mitten durch die Steilhänge der Weinberge hindurch ist mit etwas Vorsicht zu genießen. Über Treppen und quer durch die wilden Weinfelder vorbei, verleitet der Ausblick manchmal zu etwas Unachtsamkeit.

Höhenangst steht einem manchmal im Weg. Da wir selbst auch nicht die Höhentauglichsten sind, kann ich dir diesmal nur empfehlen: Überwinde dich – Du bereust es nicht!

Weg von Beilstein nach Bruttig-Frankel

Nebelsuppe

Na klar, Nebel verdirbt die Sicht! Manchmal sorgt der alte Miesepeter mit ein bisschen Glück aber doch für ein atemberaubendes Natur-Szenario.

Cochem

Ein echter Pilgerort und auch der Dreh- und Angelpunkt unserer Etappenauswahl, ist natürlich die Reichsburg in Cochem. Schon bei der Anreise bewundert, dürfen wir sie als krönenden Abschluss unserer Reise auf dem Moselsteig endlich mit ganz viel „Ahhh“ und „Ohhhh“ bestaunen. Hier lohnt sich natürlich vor allem die Burgführung. Im Viertelstundentakt geht es durch die Hallen der alten Gemäuer.Cochem und seine Reichsburg

Sie ist aber wirklich auch verdammt schön!

Pension Eckerskorn

Nicht weit vom Zentrum und trotzdem ruhig gelegen können wir dir die Pension Eckerskorn wärmstens empfehlen. Vor allem das Frühstück kann sich sehen lassen. Zu einem Preis von 47€/Person kannst du die Tour entspannt ausklingen lassen.

Sachen gepackt?

Die Unterkünfte und alle Vorbereitungen zu der Tour findest du im Tipp-Artikel zum Moselsteig. Für noch mehr Infos wirf gern einen Blick in den ersten Bericht unserer Moselroute rein.

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Caro

Caro

Hey, ich bin Caro. Outdoor-Mädchen, ewige Wohnsitznomadin und Teufels-Weib. Wiese, Wald und Welt sind mein Zuhause. Bei Bergstorming schreibe ich mit Schelm zwischen den Zeilen am liebsten über Wanderrouten und finde für dich die wichtigsten Hot-Spots der Region.

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